Seit dem 30. September 2026 müssen alle von der Gambling Commission lizenzierten Online-Anbieter ein Gross Deposit Limit anbieten: eine Obergrenze für sämtliche Einzahlungen innerhalb eines gewählten Zeitraums. Nur diese Einstellung darf künftig Deposit Limit heißen.
Die Berechnung entscheidet darüber, ob nach einer Auszahlung erneut Geld eingezahlt werden kann.
Gross Limit und Net Limit
Ein Kunde setzt ein monatliches Limit von £500, zahlt den gesamten Betrag ein und hebt später £300 ab.
Bei einem Net Deposit Limit mindert die Auszahlung die Nettoeinzahlungen. Weitere £300 wären möglich. Beim Gross Deposit Limit haben die ursprünglichen £500 das Limit bereits ausgeschöpft. Die Auszahlung schafft keinen neuen Spielraum.
| Vorgang | Gross Limit | Net Limit |
|---|---|---|
| Limit | £500 | £500 |
| Eingezahlt | £500 | £500 |
| Ausgezahlt | £300 | £300 |
| Erneut einzahlbar | £0 | £300 |
Was Buchmacher ändern müssen
Anbieter müssen das Gross Limit verpflichtend anbieten, es Deposit Limit nennen und mindestens ebenso sichtbar darstellen wie andere finanzielle Kontrollen. Nach Erreichen der Grenze sind weitere Einzahlungen zu sperren. Bei gleichzeitigem Tages- und Monatslimit gilt stets die strengere Grenze.
Das Limit läuft über einen festen Zeitraum. Eine Erhöhung unterliegt weiterhin einer 24-stündigen Wartezeit. Zusätzliche Nettoeinzahlungs-, Einsatz- und Verlustlimits bleiben erlaubt, müssen aber anders bezeichnet werden.
Mitteilung der Gambling Commission
Warum eine einheitliche Definition nötig war
Anbieter verwendeten den Begriff „Deposit Limit“ für unterschiedliche Mechanismen. Bei einem Buchmacher stellte eine Auszahlung den verfügbaren Betrag wieder her, bei einem anderen nicht.
In einer Untersuchung der Gambling Commission verstanden nur 46 % der Teilnehmer ein praktisches Beispiel zu Gross- oder Net-Limits richtig. Zusätzliche Kontrollen werden nicht verboten; der Begriff Einzahlungslimit erhält jedoch eine eindeutige Grundbedeutung.
Untersuchung zum Verständnis der Limits
Was das Limit nicht kontrolliert
Das Gross Deposit Limit begrenzt ausschließlich, wie viel neues Geld während eines Zeitraums an den Anbieter überwiesen werden kann. Es begrenzt nicht direkt den Wettumsatz.
Wer £500 einzahlt und sein Guthaben auf £1.000 erhöht, kann ohne neue Einzahlung weiterwetten. Deshalb erfüllen verschiedene Instrumente unterschiedliche Aufgaben:
- Einzahlungslimits begrenzen neues Geld;
- Einsatzlimits begrenzen die gesetzten Beträge;
- Verlustlimits begrenzen Einsätze abzüglich Gewinne und Rückzahlungen.
Kann die Regel Auszahlungen unattraktiver machen?
Ein möglicher Nebeneffekt ist weniger offensichtlich. Wer das Monatslimit ausgeschöpft hat, könnte auf eine Auszahlung verzichten, weil das Geld bis zum nächsten Zeitraum nicht wieder eingezahlt werden kann. Für weitere Wetten bleibt dann ein größeres Arbeitsguthaben beim Buchmacher.
Für Anbieter könnte dies weniger Auszahlungen, höhere Kontostände und häufiger erneut eingesetztes Guthaben bedeuten. Gleichzeitig begrenzt die Regel den gesamten Zufluss neuen Geldes, da Auszahlungen und Gewinne das Limit nicht mehr auffüllen.
Die Gambling Commission nennt die Bindung von Guthaben nicht als Ziel und hat diesen Verhaltenseffekt bisher nicht belegt. Es handelt sich um einen möglichen Nebeneffekt, nicht um ein feststehendes Ergebnis.
Strenger, aber verständlicher
Die Reform legt keinen einheitlichen Höchstbetrag für alle Kunden fest. Sie soll vor allem den Begriff „Deposit Limit“ eindeutig machen.
Seit dem 30. September zeigt der gewählte Betrag, wie viel insgesamt im Zeitraum eingezahlt werden kann. £500 Einzahlungen bleiben £500 Einzahlungen, unabhängig von späteren Gewinnen oder Auszahlungen.



